Modezirkus in München
Modelegende Tom Ford beehrte uns letzten Monat in München.
Welch ein Spektakel. Welch eine Freude. Mit großen Erwartungen in der Falkstr im Tom Ford Store ankomme macht sich erste Skepsis breit. Das soll das große Fashion Event sein? Lauter aufgetakelte gebotoxte, langweilige, arrogante, uninteressante, billige , möchte gern Prominente. Oh mein Gott wo bin ich gelandet? Nachdem die ersten Gespräche über "Oh ich hab einen neuen Schönheits Doc" und "Das sind meine neuen Gucci Schuhe" ungewollt mitgehört wurden machte sich schnell eine gewisse Strategie bemerkbar wie ein typisches Gespräch hier abläuft. Bussi Bussi , Kompliment über Figur, Klamotten oder Frisur, unabhängig davon ob es stimmt oder nicht Hauptsache das Gespräch mit einem Kompliment einleiten. Dann kurz Smaltalk über das was man sich in letzter Zeit alles teures gegönnt hat, das Event und die nächsten coolen Events wo die so wichtigen "Prominenten" als nächstes eingeladen sind. Wenn wir hier von Prominenten spreche sind damit ex Freundinnen von Stars, Germanys Next Topmodel Finallistinnen, welche auch die einzigen Models auf der Veranstaltung waren, und geliftete ältere Damen wo keiner so recht weiß wer das überhaupt ist gemeint. Also Außergewöhnlich ist hier leider wirklich Garnichts. Wo ist das Modebewusste Publikum das zum inspirieren dient. Aber gegen alle Erwartungen sind alle in schwarz gekleidet und das noch nicht mal gut. Laaangweilig. Auch beim Make-up haben die meisten leider nicht die goldenen Regeln beachtet. Entweder Smokey Eyes oder knallige Lippen. Beides zusammen? Ein No Go. Hat Marie Naseman das nicht bei Boris Entrup gelernt? Wohl nicht. Auch Sara Nuru sieht fast ungepflegt aus mit ihren sichtbaren Extensions Klebestellen. Ein weiteres No Go: Schnorren. Den ganzen Abend. Vorher noch mit der neuen Louis Vuitton Tasche prahlen und dann direkt nach Zigaretten schnorren und sich um die Goodie Bags reißen. Devise lautet hier wohl alles abstauben was geht. Da haben die Pr Agenturen wohl was falsch gemacht mit ihrer Gäste Auswahl. Oder hat München nichts Besseres zu bieten? Ich hoffe nicht! Doch an diesem Abend wurden leider alle Klischees über Schicki Micki München bestätigt. Aber was erwartet man eigentlich anderes? Maximiliansstraße München, der Spot für die Möchtegern Reichen und Schönen von München. Alles zu aufgesetzt und schon fast peinlich . bevor der ex Gucci Designer unter Blitzlichtgewitter aus der Tür tritt verlasse ich diesen Zirkus. Ein paar Meter weiter an der Maximiliansunterführung treffe ich auf die Ausstellung "The Fabric" wo ein ganz anderes Publikum an zu treffen ist. Locker und Alternativ geht es hier zu. In Entspannter Atmosphäre werden anspruchsvolle Themen wie die heutige Mode ökologisch, soziologisch und politisch vertretbar sind bespielt. Zum Glück hat München dann wohl doch noch mehr zu bieten!
Sarah
Keine Kommentare:
Kommentar veröffentlichen